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Dinge in Japan: Matsutake Pilze (Aus dem Japanischen übersetzt) Langsam verfärben sich die Blätter gelb und rot und verstärken so das Herbstgefühl. Die Jahreszeiten in Japan sind klar unterteilt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter, und jede hat ihren eigenen Charakter und schöne Seiten, aber von allen wird der Herbst am meisten geschätzt. Es werden auch mehr "makurakotoba" mit Herbst assoziiert, als mit den anderen Jahreszeiten. ("makurakotoba" sind Worte die zusammengesetzt wurden; aus dem Namen der Jahreszeit und etwas, das immer damit in Verbindung gebracht wird, oder daß immer zu der Zeit gemacht wird. Zum Beispiel Sport's Herbst, Appetitlicher Herbst, Kunst Herbst etc.) Der König der herbstlichen Genüsse ( das trifft auch auf den Preis zu) ist "Matsutake" (das Kanji bedeutet Kiefern Pilz). Von allen einheimischen Produkten sind die Matsutake aus Tamba, in der Nähe von Kyoto, am teuersten ( obwohl wie bei Wein, "Fish and Chips" und anderen hochwertigen Produkten verschiedene Regionen von sich behaupten das beste herzustellen). Der Handelspreis für Matsutake aus Tamba ist bis zu 10000 Yen pro 100g- das heißt wenn Ihr drei Artikel für den Newsletter schreibt, könnt Ihr Euch von dem Erlös Eurer Bemühungen 100g der Pilze gönnen. Der Preis für die inländischen angebauten Matsutake ist so hoch, daß mehr und mehr der Pilze importiert werden, so daß fast alle im Ausland angebaut werden. Aber nur die inländischen Matsutake, die über 8 cm lang sind, deren Spitze noch ungeöffnet ist, und deren Stengel gleichmäßick dick ist, werden in den japanischen Restaurants serviert. Matsutake sind einheimisch in Asien (vor allem Japan, Korea, Nord Korea etc.)aber werden auch in Nord- und Südamerika angebaut, so daß sie mittlerweile das ganze Jahr über zu haben sind. Japanische Handelsgesellschaften fischen in allen Weltmeeren nach Thunfisch, aber ihre Arbeiter suchen im Hinterland des Himalayas nach Matsutake. Bald werden wir wohl auch Nepalesische und Bhutanische Pilze kaufen können. Die Preise sind von Ort zu Ort verschieden und vom Gewicht abhängig, aber der japanische Marktwert ist so stark gestiegen, so daß das Gewicht der Matsutake genauso viel wie in Gold wert ist. Aber wenn man nach einem Schatz sucht, sollte man einen Metalldetektor benutzen. Warum? Um Matsutake zu finden, braucht man Erfahrung, und ein Metalldetektor ist da natürlich nutzlos, aber einige gewitzte Leute stecken manchmal Nägel in die Pilze, so daß sie schwerer werden. Wenn Ihr sie kaufen wollt, seid also ein wenig vorsichtig. Das natürliche Vorkommen der Matsutake ist nur im Herbst, deswegen kann man sie nur dann in den Läden und Restaurants finden. In Neuseeland gibt es die ersten Matutake des Jahres, und da die Jahreszeiten genau andersherum zu den japanischen Jahreszeiten sind, kann es gut sein, daß Matsutake in Zukunft auch ein Frühlings Essen wird. Selbst falls Ihr kein Interesse an Matsutake selber habt, ist die Firma, die diese kultiviert, trotzdem eine in die investiert werden sollte. Eine Redensart ist "Würziger Matsutake, leckerer Shimeji" und heißt, daß das Aroma des Matsutake vorzüglich ist, aber der Geschmack des Shimeji Pilzes sehr viel besser ist. Falls Ihr ein Verlangen nach Pilzen verspürt, könnt Ihr ohne zu zögern den Shimeji Pilz kaufen, da er gut und billig ist. Bis in ins Gymnasium kam, dachte ich, daß meine Mutter diese Redensart ("Würziger Matsutake, leckerer Shimeji") erfunden hat, da sie nicht genug Geld hatte, um Matsutake zu kaufen. Aber es scheint in Japan ziemlich verbreitet zu sein. Naja, villeicht im allgemeinen Gebrauch. Die Hauptrezepte, die Matsutake benutzen sind Matsutake Suppe, Matsutake Reis, gegrillte Matsutake, Sukiyaki und so weiter. Rezepte die das Aroma des Matsutake verstärken gibt es unzählige. Leute, die wissen wie Matsutake riecht, werden sich sich jetzt wohl fragen was das Aroma ist, aber überall auf der Welt gibt es eine andere Redensart, die Japanische ist "Tade kuumushi mo sukizuki" (selbst Insekten die Knöterich essen, haben Vorlieben). Man kann halt über Geschmack nicht streiten, und was man als guten Geruch empfindet ist von Land zu Land verschieden. Als ich in Kanada war, habe ich für eine Firma gearbeitet, die Matsutake verarbeitete, und einige der Asiatischen Arbeiter und ich fanden den Geruch gut, aber andere Arbeiter sagten, daß sie sich mit Fischgeruch abfinden konnten, aber konnten den von Matsutake nicht ertragen, und gaben die Arbeit dort auf. Viele Leute werden jetzt wohl mehr daran interessiert sein, Matsutake zu sehen. Der Yamasa Newsletter will in der Zukunft Sound Files und Video Files verschicken ( z.B das Interview). Sobald wir auch Gerüche verschicken können, werdet Ihr die ersten sein, die den Matsutake Geruch kennenlernen werdet. (Stop! Nicht abmelden!). Wenn Ihr all sie herbstlichen Blätter betrachtet, könnt Ihr auch in die Berge gehen und "matsutake gari" (Matsutake Jagd) betreiben. Leute, die Land in den Bergen besitzen, verlangen ein Eintrittsgeld, wenn man in den Bergen nach Matsutake suchen will, aber da das so schwierig ist, kriegt man nicht soviel wie bei "budou gari" (Trauben Jagd) oder bei "ringo gari" ( Apfel Jagd). Matsutake sind normalerweise unter den abgefallenen Blättern, und sind daher nicht leicht zu finden. Am besten sucht man in leicht ansteigenden Gebieten, in etwas ungeschützteren Gebieten und um Kiefern herum. Wir können Euch leider nicht wie beim "Otogawa yana" ayu garantieren, daß Ihr was findet, aber wenn man nichts findet, bekommt man ein paar Matsutake als Souvenier. Die Discovery-Tour nächstes Jahr wird unter Umständen auch ein matsutake gari beinhalten- wir sind momentan noch am überlegen. Man darf alle Matsutake, die man findet behalten, das heißt, daß alle Studenten mit Plänen für schnelles Geld die Teilnahme in Erwägung ziehen sollten. Man sieht sich dann nächstes Jahr in den Bergen.
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