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STUDENTEN-INTERVIEW: Jiraporn Supachartkaisorn (AIJP)

Jiraporn Supachartkaisorn
Jiraporn Supachartkaisorn

Nachdem ich Jiraporn letzte Woche bei unserem Skiausflug das Skifahrn beigebracht hatte, fühlte Sie sich verpflichtet den Gefallen zurückzugeben, in dem Sie sich diese Woche als Opfer für den Newsletter zur Verfügung stellt.

Jon:Fangen wir ganz direkt an: Also, warum studierst du Japanisch?
Jiraporn:Meine Mutter ist meine Motivation, sie hat in Japan studiert und hier eine Menge Freunde. Ich war zum ersten Mal in Japan, als ich 8 Jahre alt war und bin dann immer wieder hierhergekommen. Ich war auch einmal bei Gastfamilien in Osaka und Okayama. Als ich dann 14 Jahre alt war habe ich in Bangkok angefangen, Japanisch zu lernen.

Jon: Was hast Du gemacht bevor du nach Japan gekommen bist?
Jir: Ich habe die Uni abgeschlossen und bei einer Frachtschiff Firma als Projekt-Koordnatörin 9 Monate lang gearbeitet. Schon bevor ich angefangen habe zu arbeiten, hatte ich beschlossen nach Japan zu gehen.

Jon: Warum bist zu gerade zu Yamasa gekommen?
Jir: Ihr habt einen prima Internetauftritt - echt tolle Marketingstrategie! Ich dachte zuerst an eine Schule in Hiroshima aber die konnten keine Unterkunft bieten und selber was klarzumachen ist recht schwierig. Als ich dann hier war, hab ich rausgefunden, dass die Studenten hier von überallher kommen. Ich war dann auch tatsächlich in der Schule in Hiroshima und hab herausgefunden, dass 90% der Studenten dort aus demselben Land kommen.

Jon: Wie ist der Kurs?
Jir: Muzukashii! Ich habe das nicht so gefunden, aber der AIJP Kurs war besonders auf den "Japanese Language Proficiency Test" ausgerichtet - ausser den paar Monaten vor dem Test - aber glücklicherweise musste ich den Test nicht machen, da ich auf eine Postgraduierten-Universität gehen werde, wo er nicht vorrausgesetzt wird.

Jon: Auf welche Uni willst Du denn?
Jir: Ich habe mich für Kobe und Nanzan University beworben, aber ich habe noch nichts von ihnen gehört.
Jon: Was willst Du dort studieren?
Jir: "International Transportation". Das war auch mein erster Abschluss.
Jon: Was willst Du damit machen?
Jir: Ich gehe zurück nach Thailand und mache Karriere in der Verschiffungsbranche oder irgendwas was mit Logistik zu tun hat.

Jon: Ich habe gehört, dass Deine Eltern ein Hotel in Thailand haben - wirst Du in der Zukunft mal bei Ihnen arbeiten?
Jir: Momentan arbeiten meine Schwester und mein Bruder da, deswegen brauchen sie mich gerade nicht, aber ich bin sicher, dass ich dort irgenwann auch arbeiten werde.
Jon: Irgendwelche Ermässigungen für Yamasa-mitarbeiter?
Jir: Klar!
Jon: Dufte! Gib mir den Namen des Hotels....!
Jir: Das Hotel heisst The Diamond Beach Hotel und es ist in Pattaya City, einer bekannten Touri-Gegend. Japaner sind da eigentlich weniger aber viele Amis und Europäer.

Jon: Ich bin sicher die Zimmer sind mindestens so gut, wie die von Yamasa (fieses Grinsen).
Jir: (die Bemerkung ignorierend). Ich war im Student Village für die ersten 8 Monate und die Einrichtungen waren grossartig, aber ich wollte etwas mehr Privatsphäre, deshalb bin ich dann in eines der Einzimmerapartments gezogen.

Jon: Wie findest Du Okazaki?
Jir: Es ist grösser als ich gedacht hätte. Ich habe gedacht, es wär recht ländlich, aber so schlimm ist es nicht. Als ich angekommen bin, fand ichs nicht besonders aufregend, aber als ich erst mal einen Job hatte und mich eingelebt hatte war es echt toll.
Jon: Dann arbeitest Du gerade?
Jir: Ja. Im Chinesichen Restaurant im grossen Einkaufszentrum von Okazaki.
Jon: Macht das Spass?
Jir: Am ersten Tag habe ich Teller abgewaschen, aber dann hat mir der Chef erklärt wie man verschiedene Dinge zubereitet. Ich kann jetzt fast alles kochen, wie Nudeln oder Frühlingsrollen, aber ich darf keine Nachspeisen machen.
Jon: Warum?
Jir: Ich hab mich immer drüber gewundert! Das andere neue Personal darf Nachtisch machen aber ich nicht! Ich versuche nicht gross über diese Diskriminierung nachzudenken.....

Jon: Du warst vor kurzem erst beim Skifahren in Ontake?
Jir: Ja, mit Dir und anderen Freunden.
Jon: Wie ist es gelaufen?
Jir: Meine Freunde, die das organisiert haben, haben gemeint es wär kein Problem, dass ich nicht Skifahren kann, weil Stunden angeboten würden.
Jon: Und...?.
Jir: Gut dass Du bei dem Ausflug dabei warst, weil niemand anders Skifahren konnte!
Jon: Wirst Du wieder gehen?
Jir: Warum nicht! Aber nächstes Mal werde ich nichts machen, das zu schwierig ist für mich. Wenn Du nicht da gewesen ist, hätte ich die Bergwacht gerufen, dass sie mich nach unten bringen sollen.
Jon: Naja, vielleicht wars keine so gute Idee bis zum Berggipfel zu fahren für die erste Abfahrt.....

Jon: Irgendeine Nachricht für unsere Leser oder Leute, die gern Japanisch lernen möchten?
Jir: Wenn Ihr Japanisch lernen wollt und keine Erfahrung mit Kanji habt, vergleicht Euch nie mit Leuten, die die haben und gebt nie auf. Man kann Kanji nicht ignorieren wenn man wirklich weit kommen will in Japanisch.


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