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STUDENTEN-INTERVIEW: Peter Cioccarelli (SILAC)
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| Peter Cioccarelli |
Peter erholt sich gerade von den Strapazen des letzte Skiausflugs nach Hakuba mit Declan Murphy, und Studenten die bei der Entdeckungs-Tour dabeiwaren.
Jon: Wie läuft der Kurs soweit?
Peter: Zuerst wars ein bisschen hart aber jetzt habe ich mich daran gewöhnt.
J: Was hast du angefangen bei Yamasa zu lernen?
P: Am 14. Dezember letzten Jahres. Jetzt habe ich noch einen Monat vor mir.
J: Insgesamt was hältst du von den Kursen?
P: Die Übungen die wir nachmittags immer machen, sind echt gut.
J: Was für Übungen?
P: Halt die Konversationsübungen wo man über sich selber redet oder irgendein Thema. Ich finde auch, dass die Vokabeltest jeden Morgen sehr nützlich sind und dass man immer andere Lehrer hat, bringt ein bisschen Abwechslung in den Unterricht.
J: Gibt's irgendwas in den Kursen, das dir nicht taugt?
P: Ich bin 1 Meter 94 und einige von den Tischen sind ein bisschen arg klein, weil sie ja noch dieses Fach drunter haben. Das war ein bisschen ein Problem, aber ich hab ein paar Tische gefunden, die dieses Fach nicht haben und dann geht's einigermassen.
J: Wie sind die Lehrer?
P: Sie haben alle viel Ahnung und sind sehr hilfsbereit, wenn man ein Problem hat. Und sie geben Dir mehr Hausaufgaben, wenn Du danach fragst.
J: Warum lernst Du Japanisch?
P: In Australien gibt es etwa 300,000 Leute, also etwa 3% der Bevölkerung, die im Moment gerade Japanisch lernt. Ich denke, die Sprache ist sinnvoll auf Weltreisen und in der Tourismusbranche. Ein anderer Grund ist, dass ich an meiner Uni ein Postgraduierten-Diplom in Japanisch machen kann, das für mein Doppeldiplom zählt.
J: In was ist das Doppeldiplom?
P: Medizintechnik und Recht.
J: Warst Du schon mal in Japan vor deiner Zeit bei Yamasa?
P: Nein, das ist das erste Mal.
J: Hattest Du irgendwelche Vorurteile gegenüber Japan, die sich jetzt als richtig oder falsch erwiesen haben?
P: Etwas, das mich echt enttäuscht hat, war die Sache mit dem heissen Wasser und wie kompliziert es ist da dran zu kommen. Es ist nicht so einfach wie anderswo. Hier muss man einen Knopf drehen und den anderen festhalten und vielleicht nur irgendwo ziehen. In Australien ist es einfacher, heisses Wasser zum Duschen zu haben.
J: Das hört sich aber nicht nach dem Student Village an! Habe ich Dich da nicht nach dem Skiausflug nach Hakuba da rausgeschmissen?
P: Richtig, hast Du. Aber ich mache jetzt gerade einen Familienaufenthalt und ich wundere mich über das System, das sie für heisses Wasser da haben.
J: Dann bist du noch nicht lange bei diesem Familienaufenthalt?
P: Das stimmt. Das ist es auf jeden Fall wert, einfach wegen der Möglichkeiten, die ich zur Konversation bekomme. Das Essen ist superlecker und auf einer Tatamimatte schläft es sich einfach anders als im Student Village.
J: Wie war der Skiausflug letzte Woche? Noch Muskelkater?
P: Eigentlich nicht schlecht. Wenn es was gibt, das ich empfehlen kann, dann bring nächstes Mal ne Taschenlampe mit! Damit lassen sich nachts die Schneeketten besser an die Reifen montieren. Mein Rat ist, dass man unbedingt Snowboarden versuchen sollte, wenn man ein bisschen Gleichgewichtigkeitsgefühl hat, das ist viel weniger anstrengend als Skifahren.
J: Du bist doch nur zweieinhalb Stunden gefahren!
P: Yäh, und 20 Minuten den Berg mit den Skiern runter fahren, war mehr Arbeit, als die 8 Stunden boarden am Tag zuvor.
J: Snowboarden macht dich also nicht so schnell fertig wie Skifahren. Warst Du zu Sylvester in Okazaki?
P: Ja. Ich hab die 'Mochi'-Sache am Morgen gemacht und bin dann mit dem Moonlight Nagara-Zug nach Tokio.
J: Dann warst Du um sechs Uhr in der Früh in Tokio?
P: Nein, um zehn vor fünf.
J: Was um Himmelswillen hast du um kurz vor fünf morgens in Tokio gemacht?!
P: Ich hab an der Tokio-Station gefrühstückt und dann eine Fahrt in der Yamanote-Linie gemacht.
J: Wie oft bist Du rum gefahren?!
P: Nur einmal. Man braucht etwa eindreiviertel Stunden für eine komplette Runde. Danach habe ich eine Bustour durch Tokio gemacht, die komplett auf Japanisch war. Ich hab vielleicht ein Zehntel verstanden.
J: So is es wert das zu machen?
P: Nun, einer meiner japanischen Freunde kann Englisch und hat mir übersetzt, wenn ich was nicht verstanden hab.
J: Gehst Du wieder zurück zu Deinem Universitäts-Programm, wenn Du hier fertig bist?
P: Ja, ich komm an einem Sonntag zurück nach Australien und am Montag fängt die Schule an.
J: Taihen...und zum Schluss noch einen Tip für unsere Leser?
P: Ja, seht zu dass Ihr eure Visa/Mastercard oder wenn Ihr keine habt, bringt ne Menge Bargeld. In Nagoya gibts einen Cirrus und Maestro Automaten.
J: Dann fandst Du Japan teuer?
P: Nicht wirklich. Es ist eigentlich billiger, als ich gedacht hätte, aber einen Geldautomat zu finden ist die wahre Herausforderung.
J: Danke fürs Interview, viel Erfolg beim Studium.
P: Dank Dir.
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