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| Saori Yamada |
STAFF INTERVIEW: Saori Yamada (Lehrerin - SILAC Program)
Dieses Interview wurde von Mun Jong-Gap, einem Workstudy Student aus Korea gemacht, der seit 9 Monaten im International Office arbeitet und die Englische Homepage ins Koreanische übersetzt. Yamada Saori lebt mit Ihren Eltern, Großvater und jüngerem Bruder in der Nähe von Yamasa.
Saori Yamada: Ist dieses Interview Ihre letzte Arbeit für das International
Office? Mun Jong-Gap: Naja, so mehr oder weniger. Ich höre nächsten Monat auf. Danke, daß Sie Ihre wertvolle Zeit für dieses Interview opfern. Letztes Jahr waren Sie meine Hauptlehrerin im SILAC Programm und ich war für einen Monat in Ihrer Klasse. Damals fand ich den Unterricht so gut, daß ich nicht eine Klasse höher gehen wollte. Und selbst jetzt noch vermisse ich meine alten Klassenkamaraden. OK, fangen wir mit dem Interview an- warum haben Sie sich entschieden eine Lehrerin zu werden?
Y: Als ich in der Schule war, habe ich Englisch gelernt. Und ich glaube, egal wie sehr man eine Sprache auch lernt, es wird immer sehr schwierig sein, sie bis ins letzte Detail zu verstehen. Und damals habe ich mich gefragt, wie gut ich meine Muttersprache, Japanisch, verstehe, und dachte mir, daß ich sie nicht so gut kannte wie ich eigentlich sollte.
M: Ach so. Ist dieser Job hier Ihr erster? Wann haben Sie angefangen für Yamasa zu arbeiten? Y: Ich habe vor 5 Jahren angefangen hier zu arbeiten, aber ich bin ein Jahr lang in Deutschland gewesen, deswegen sind es insgesamt nur 4 Jahre. Bevor ich hier zu unterrichten angefangen habe, habe ich zwar noch nicht unterrichtet, hatte aber schon ein paar Halbtags-jobs. Als ich bei Yamasa angefangen habe, gab es noch kein
SILAC Program, und ich begann eine Klasse mit ausschließlich Brasilianern zu unterrichten. Ich unterricht im
SILAC seit es angefangen hat.
M: Unterrichten ist nicht gerade einfach, oder? Ich habe in Korea 6 Monate lang in einem privaten Institut Englisch unterrichtet und manchmal war es schon ganz schön schwierig. Und bei Ihnen? Was war für Sie bis jetzt am schwierigsten?
Y: Das gute ist, daß ich bis jetzt noch keine Probleme mit den Schülern gehabt habe. Aber am schwierigsten ist es, wenn ein Schüler etwas nicht versteht, daß ich gerade erklärt habe, obwohl ich versucht hatte es Ihnen so einfach wie möglich zu machen. Das ist dann wirklich sehr hart und es ziemlich schwer Ihnen dann in seiner solchen Situation zu helfen.
M: Wann sind Sie in den Klassen am glücklichsten? Y:In den Klassen bin ich glücklich, wenn ich weiß, daß die Schüler alles verstanden haben, was ich Ihnen beigebracht habe und wenn ich ein positives Feedback bekomme. Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Geburtstag vor ein paar Jahren. Keiner der Schüler war pünktlich im Klassenzimmer, und ich begann mir Sorgen zu machen, und fragte mich
was könnte Ihnen passiert sein?
Und dann kamen sie mit einem Geburtstagskuchen für mich. Das hat mich wirklich berührt und ist immer noch eine meiner schönsten Erinnerungen vom Unterricht.
M: Wer glauen Sie war bis jetzt Ihr bester Student? Ich bin sicher, daß ich das war, aber abgesehen von mir?
Y: (lacht) Ja, Sie waren eine Stunde zu spät für das Interview, deswegen bin ich mir nicht so sicher, ob sie wirklich der beste waren! Aber es ist sehr schwierig eine Person zu benennen. Alle Studenten haben Ihre Pluspunkte, aber die Studenten im
SILAC Program wechseln so oft, daß es oft sehr schwer ist, mir alle Namen und Gesichter zu merken. Und obwohl ich mich nicht mit allen gut befreunde, ist es immer traurig, wenn die Studenten nach Hause zurück gehen, ohne daß ich Sie näher kennengelernt habe. Aber da ich keinerlei Probleme mit den Schülern hatte und alle sehr nett zu mir waren, kann ich wirklich nicht sagen, wer der beste Student war.
M: All die Lehrer tuen Ihr bestes, um den Schülern zu helfen und arbeiten immer bis spät, ist das nicht sehr anstrengend?
Y: Naja, wenn ich glaube, daß die Studenten davon profitieren, ist es überhaupt nicht anstrengend!
M: Genug über den Job, kann ich Ihnen ein paar Fragen zu Ihrem Leben außerhalb der Schule stellen? Was machen Sie normalerweise nachdem Sie in der Schule fertig sind? Haben Sie irgenwelche Hobbies?
Y: Ich übe Bogenschießen. Ich habe in meiner Schulzeit angefangen, aber habe dann für 10 Jahre aufgehört, weil ich zu beschäftigt war. Ich habe mich vor ungefähr 2 Jahren entschlossen wieder anzufangen und
trainiere jetzt mit der
Okazaki Archery Association. Es ist wirklich gut, weil Unterrichten viel mentale und körperliche Energie braucht und das üben von Bogenschießen hilft mir, mich auf etwas anderes zu konzentrieren und meinen Geist zu erfrischen. Ich glaube, daß Bogenschießen den Zustand meiner mentalen Verfassung wiederspiegelt. Zum Beispiel, wenn Sie über Andere nachdenken, werden Sie das Ziel nicht treffen- und das heißt das meine Gefühle nicht stabil sind, deswegen ist Bogenschießen eine gute Übung um meinen Geist zu schärfen. Ich mache auch seit drei Jahren Glasmalerei- ich mache Lampen, Scheiben und so weiter. Sayumi Kuroda ( eine Lehrerin im
AIJP) hat mich eingewiesen und
Saori Suzuki (AIJP)
macht auch mit. Die Studenten in SILAC haben oft nicht die Chance diese Dinge hier zu machen, deswegen wäre es ganz nett, wenn ein paar mal mit kommen würden.
M: Ich interessiere mich auch für Bogenschießen, aber ich habe kaum Zeit. Ich liebe Sport und deswegen spiele ich jeden Freitag Fußball in dem Park hinter dem
Yamasa II
Gebäude. Aber mal eine philosophische Frage, haben Sie irgendeinen Code oder Regeln, nach denen Sie versuchen Ihr Leben zu leben?
Y: Mhhhh,.......Ich versuche jeden Moment eine Bedeutung zu geben, und versuche immer mein Bestes zu tun. Die "Momente" werden sich dann anhäufen und mir helfen ein bedeutungsvolleres Leben zu führen. Ich kann es nicht beschreiben, aber ich denke viel darüber nach. Villeicht hat diese Art zu Denken erst mit der Arbeit hier angefangen. Als ich hier angefangen habe, waren die meisten Studenten älter als ich ( ich war damals sehr jung!)und ich habe viel von Ihnen gelernt.
M: Sie haben in Deutschland Deutsch studiert, oder? Was waren Ihre Gründe dafür? Y: Deutsch? Ich habe ungefähr ein Jahr lang studiert und bin dann noch durch Europa gereist. Der Hauptgrund war, daß ich wieder ein Student sein wollte und ich wollte auch herausfinden wie ich ein besserer Lehrer sein kann, indem ich selber wieder ein Student war und habe von meinen Deutschlehrern gelernt. So kann ich glaube ich relativ gut einschätzen, wie die Studenten sich fühlen, wenn Sie mit dem Japanisch lernen anfangen. Ich liebe Reisen und mein letzter Urlaub war auf Bali, einer indonesischer Insel. Ich kann Deutsch sprechen und ich glaube mein Deutsch ist besser als mein Englisch, und ich kann einige koreanische Worte.
GAMSAHAPNIDA! (Vielen Dank)?
M:Sie können koreanisch lesen, oder? Sind Sie interessiert an Korea?
Y: Einige der Schriftzeichen, die einfachen, kann ich lesen aber ich verstehe deren Bedeutung nicht. Und manchmal kenne ich die Bedeutung von koreanischen Wörtern, die im japanischen ähnlich ausgesprochen werden. Ich finde es sehr interessant, daß sich die japanische und koreanisch Grammatik so ähneln.
M:Zum Schluß noch, haben Sie irgendwelche Zukunftspläne? Ehe, Beruf, Träume etc?
Y: Ich interessiere mich immer noch für andere Sprachen. Deswegen wird meine nächste Sprache Spanisch sein. Ich würde es gerne in Süd Amerika lernen, und danach werde ich über Ehe nachdenken. Und momentan möchte ich gerne weiter bei Yamasa arbeiten. Meine Reise nach Süd Amerika wird von meiner finanziellen Lage und Begleitumständen abhängen, deswegen werde ich meine Entscheidung treffen, sobald die Zeit dafür reif ist. Wenn sich eine Möglichkeit auftut, werde ich sie nutzen. Ich werde wahrscheinlich in den nächsten paar Jahren gehen, denn je älter ich werde, desto schwieriger wird es sein.
M: Ich wünsche Ihnen viel Glück. Aber bald werden ja Korea und Japan zusammen den World Cup 2002 ausrichten. Ich kanns kaum erwarten, noch weniger als eine Woche!
Y: Das Stimmt, es gibt einiges an Geschichte zwischen unseren Korea und Japan, und diese gemeinsame Ausrichtung, ist wichtig für beide Länder. Ich werde das Koreanische und das Japanische Team anfeuern und hoffen, daß sie gut spielen.
M: Ok, vielen Dank für des Interview.
Y: Gern geschehen!
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