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Auswahlverfahren

Eines der ungewöhnlichen Dinge über Yamasa ist, dass wir eine Schule mit einem Auswahlverfahren sind - APJLE-zertifizierte haben dies üblicherweise nicht. Durchschnittlich akzeptieren wir pro Schuljahr eine von drei Anmeldungen, aus den untenstehenden Gründen. Die meisten Sprachprogramme an Universitäten und anderen Instituten in Japan sind auf sehr junge High School-Absolventen aus China ausgerichtet - zu einem kleinen Teil auch aus solche aus Korea, Taiwan und Hong Kong. Es ist z.B. für Schulen aus Tokyo nicht ungewöhnlich, dass 90% der Schüler aus nur einem Land kommen. Im Gegensatz dazu wurde der Zulassungsprozesses bei Yamasa geschaffen, um:

-die Anzahl Studenten mit derselben Muttersprache auf ca. 25 - 30% einzuschränken.
-Bewerbern mit einem soliden akademischen Hintergrund und Berufserfahrung priorisieren zu können.
-Langzeitbeziehungen mit den Studenten aufbauen zu können (ein signifikanter Prozentsatz unserer Studenten haben schon mehrere Male bei Yamasa studiert).
-die Sprach-, Alters- und Erfahrungsfächerung so breit wie möglich zu halten.

Im Laufe des akademischen Jahres melden sich ca. 600-650 Studenten bei Yamasa über das gesamte Programmspektrum an und da die Anzahl der Anmeldungen die Anzahl der Studienplätze bei weitem übersteigt können wir nicht alle Anmeldungen akzeptieren, sogar wenn die Mindestanforderungen, die je nach Programm unterschiedlich sind, erfüllt sind. Darum empfehlen wir, sich so früh wie möglich anzumelden, das gilt vor allem für jüngere Studenten, Gymnasiasten und Muttersprachler von Englisch und Chinesisch (Mandarin). Wer über Yamasa ein Studentenvisum beantragt und für den Aufsatz noch nicht genau weiss was zu schreiben, der findet auf dieser Seite einige Angaben über die Überlegungen, die in das Auswahlverfahren eingeflossen sind.

Sprachkontingent - Das Kontingent variert pro Jahr und Kurs aber wir versuchen Bewerber mit derselben Muttersprache auf 25 - 30% pro Kurs zu beschränken. Davon am stärksten betroffen sind Muttersprachler von Mandarin (Chinesisch) und Englisch, die sich spät bzw. erst kurz vor Kursbeginn bewerben. Das bedeutet, dass wenn sich zwei Kandidaten mit identischem Bildungsstand und auch sonst fast keinen Unterschied für einen verbleibenden Programmplatz bewerben, wobei der eine englischer Muttersprachler und der andere z.B. hebräischer oder polnischer Muttersprachler ist, dann besteht die Möglichkeit, dass der englischer Muttersprachler das gewünschte Programm erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen kann. Das ist vor allem in der Hochsaison der Fall (Mai bis August) oder wenn ein Studentenvisum nötig ist.
Es gibt kein Länderkontingent. Ein Bewerber aus der Schweiz mit Deutsch als Muttersprache wird gleich behandelt wie ein Bewerber aus Österreich. Dasselbe gilt für englische Muttersprachler - die Nationalität spielt keine Rolle. Wenn es für fünf verbleibende Programmplätze zehn Bewerber gibt wobei fünf aus den USA kommen und jeweils einer aus Kanada, Australien, Irland, Südafrika und Singapur, dann kann es vorkommen, dass alle fünf Programmplätze den Bewerbern aus der USA zugewiesen werden können. Wenn diese 10 Bewerber nicht bei Muttersprache ausgewählt werden können, dann wird die Auswahl stattdessen aufgrund des Alters, Geschlechts, Bildungsstand, Karriere/Arbeitserfahrung und (falls ein Studentenvisum nötig ist) - Eignung wie aus dem für das Studentenvisum nötigen Aufsatz. Das Ziel ist erklärtermassen Japanisch so weit als möglich zur gemeinsamen Sprache aller Studenten zu machen, um den Vertiefungseffekt des Unterrichts zu vervielfachen.

Alter - Das betrifft nur das Mindestalter. Nur wenige Studenten sind jünger als 20 Jahre. Ein oberes Alterslimit gibt es nicht. Generell versuchen wir über das Auswahlverfahren das Durchschnittsalter der Studenten ein wenig anzuheben. Das bedeutet, dass bei zwei Bewerbern für einen verbleibenden Programmplatz mit identischem Bildungsstand und sonst keiner nennenswerten Differenz die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der ältere Bewerber vorgezogen wird aufgrund seiner längeren Karriere / grösseren Arbeitserfahrung (siehe unten).

Geschlecht - Hier gibt es keine Quoten. Trotzdem waren die Quoten jeweils einigermassen ausgeglichen seit 1998. Vor 1998 war eine 65-35% Quote zugunsten der Frauen nicht unüblich. Bei zwei fast identischen Bewerbern ohne weitere Unterschiede zwischen den beiden, dann besteht die Chance dass dem unterrepresäntiertem Geschlecht die Priorität gegeben wird. Das geschieht automatisch über die Datenbank.

Bildungsstand - Die meisten Studenten bei Yamasa haben das Gymnasium abgeschlossen und viele haben an einer Universität studiert. Obwohl man nicht benachteiligt wird ohne Gymnasiumsabschluss (da es keine Voraussetzung ist), werden im Auswahlverfahren Studenten mit höherer Bildung leicht bevorteilt aufgrund der Punktezuteilung in Bezug auf die Eignung (siehe unten).

Karriere/Arbeitserfahrung - Eine Karriere in einem Arbeitsgebiet mit Bezug zu Japan ist keine Eintrittsanforderung aber Yamasa bezieht Karriere und Arbeitserfahrung in das Auswahlverfahren mit ein, vor allem wenn Ihre Karriere Kommunikation in Japanisch beinhaltet oder in irgendeiner Weise mit Japanisch zu tun hat. Bei Bewerbern, die ein Studentenvisum beantragen möchten, sind wir besonders an Zukunftsplänen interessiert, nachdem sie Ihre Studien bei Yamasa abgeschlossen haben.

Eignung - Zusätzlich zu den akademischen Fähigkeiten sind wir interessiert an Motivation, Erfahrung mit dem Studium von Fremdsprachen und anderen Faktoren als Indikator für die Eignung für ein Fremdsprachentraining bei Yamasa. Das bedeutet auch, dass wir zusätzlich zum Fremdsprachenstudium auch die Beherrschung der Muttersprache als Faktor miteinbeziehen z.B. ob ein Bewerber mit Englisch als Muttersprache das Anmeldeformular auch fehlerfrei ausfüllt. Die deutschsprachigen Bewerber sind davon weniger betroffen, da in Japan häufig nur Englisch als europäische Fremdsprache gesprochen, abgesehen von Chinesisch und in je nach Ballungsgebiet Portugiesisch.

Diese Datei wurde nur zu Informationszwecken veröffentlicht. Falls Sie Fragen zum Auswahlverfahren haben, dann stellen Sie bitte generelle Fragen im Forum und spezifische Fragen per E-mail.

  



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